Altheim & Pinningen
Altheim & Pinningen
Einwohner 545 und 225
Im Südosten des Blieskasteler Stadtgebietes, nahe der lothringischen Grenze, liegt der Stadtteil Altheim im landschaftlich reizvollen und unter Naturschutz stehenden Tal der Bickenalb. Geologisch treffen hier Oberer Buntsandstein im Tal und Unterer Muschelkalk an den Hängen aufeinander.
Die Besiedlung Altheims reicht bis in die Steinzeit zurück. Besonders bedeutend sind Funde aus keltischer und vorkeltischer Zeit sowie aus der späten Bronze- und frühen Latènezeit. Auch die Römer hinterließen Spuren. Herausragend ist jedoch das große merowingische Gräberfeld (Ende 6. bis Ende 7. Jahrhundert), das als das größte bekannte dieser Zeit im Saar-Mosel-Raum gilt. Kostbare Scheibenfibeln aus Gold oder Gold-Silber-Legierungen zählen zu den bemerkenswertesten Fundstücken.
Teile der Funde sind heute im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken ausgestellt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird "Altheyms" 1275. Der Ort gehörte zunächst zum Herzogtum Lothringen, später zu Frankreich. Bannsteine mit dem lothringischen Doppelkreuz im Altheimer Wald zeugen noch heute von dieser Zeit. 1781 fiel Altheim im Zuge eines Tauschvertrags an die Grafen von der Leyen und damit an die Herrschaft Blieskastel.
Ortsbildprägend ist die katholische Pfarrkirche St. Andreas mit ihrem Chorturm aus dem 14. Jahrhundert. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg - rund 85 Prozent des Ortes waren betroffen - wurde die Kirche 1948/49 in veränderter Form wiederaufgebaut; 2020 erhielt der Turm einen neuen Spitzhelm.
Eine Büste erinnert an den aus Altheim stammenden Speyrer Bischof Nikolaus von Weis. Zur Kirche gehört der liebevoll angelegte Pirminiusgarten.
Ein Eichenkreuz in der Flur "Hinterm Legen" erinnert an die schweren Kämpfe des Winters 1944/45 und an den ehemaligen Soldatenfriedhof mit zahlreichen unbekannten Gefallenen.
Touristisch reizvoll ist ein Rastplatz am Mühlen-Radweg beim "Keltenhaus" oberhalb des Ortes mit Panoramablick, Ruhebank, Grillmöglichkeit und Fahrradreparaturstation. Zahlreiche Wegekreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeugen von der Volksfrömmigkeit vergangener Zeiten. Auch das historische Posthausschild von 1754, das sogar auf einer Briefmarke abgebildet wurde, erinnert an die lange Ortsgeschichte.
Südlich von Altheim entstand Ende des 17. Jahrhunderts die Siedlung Pinningen, die zeitweise auch "Neualtheim" genannt wurde. Nach historischen Streitigkeiten mit den Nachbarorten setzte sich der ursprüngliche Name dauerhaft durch; seit 2007 trägt der Stadtteil offiziell wieder den Namen Pinningen. Mittelpunkt des Ortes ist die Kirche von 1949.
Einwohner 545 und 225
Im Südosten des Blieskasteler Stadtgebietes, nahe der lothringischen Grenze, liegt der Stadtteil Altheim im landschaftlich reizvollen und unter Naturschutz stehenden Tal der Bickenalb. Geologisch treffen hier Oberer Buntsandstein im Tal und Unterer Muschelkalk an den Hängen aufeinander.
Die Besiedlung Altheims reicht bis in die Steinzeit zurück. Besonders bedeutend sind Funde aus keltischer und vorkeltischer Zeit sowie aus der späten Bronze- und frühen Latènezeit. Auch die Römer hinterließen Spuren. Herausragend ist jedoch das große merowingische Gräberfeld (Ende 6. bis Ende 7. Jahrhundert), das als das größte bekannte dieser Zeit im Saar-Mosel-Raum gilt. Kostbare Scheibenfibeln aus Gold oder Gold-Silber-Legierungen zählen zu den bemerkenswertesten Fundstücken.
Teile der Funde sind heute im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken ausgestellt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird "Altheyms" 1275. Der Ort gehörte zunächst zum Herzogtum Lothringen, später zu Frankreich. Bannsteine mit dem lothringischen Doppelkreuz im Altheimer Wald zeugen noch heute von dieser Zeit. 1781 fiel Altheim im Zuge eines Tauschvertrags an die Grafen von der Leyen und damit an die Herrschaft Blieskastel.
Ortsbildprägend ist die katholische Pfarrkirche St. Andreas mit ihrem Chorturm aus dem 14. Jahrhundert. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg - rund 85 Prozent des Ortes waren betroffen - wurde die Kirche 1948/49 in veränderter Form wiederaufgebaut; 2020 erhielt der Turm einen neuen Spitzhelm.
Eine Büste erinnert an den aus Altheim stammenden Speyrer Bischof Nikolaus von Weis. Zur Kirche gehört der liebevoll angelegte Pirminiusgarten.
Ein Eichenkreuz in der Flur "Hinterm Legen" erinnert an die schweren Kämpfe des Winters 1944/45 und an den ehemaligen Soldatenfriedhof mit zahlreichen unbekannten Gefallenen.
Touristisch reizvoll ist ein Rastplatz am Mühlen-Radweg beim "Keltenhaus" oberhalb des Ortes mit Panoramablick, Ruhebank, Grillmöglichkeit und Fahrradreparaturstation. Zahlreiche Wegekreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeugen von der Volksfrömmigkeit vergangener Zeiten. Auch das historische Posthausschild von 1754, das sogar auf einer Briefmarke abgebildet wurde, erinnert an die lange Ortsgeschichte.
Südlich von Altheim entstand Ende des 17. Jahrhunderts die Siedlung Pinningen, die zeitweise auch "Neualtheim" genannt wurde. Nach historischen Streitigkeiten mit den Nachbarorten setzte sich der ursprüngliche Name dauerhaft durch; seit 2007 trägt der Stadtteil offiziell wieder den Namen Pinningen. Mittelpunkt des Ortes ist die Kirche von 1949.