Ballweiler & Wecklingen
Ballweiler & Wecklingen
Einwohner 754 und 184
Ballweiler liegt landschaftlich reizvoll in einer Mulde zwischen Hölschberg und Kalbenberg. Von beiden Anhöhen eröffnen sich weite Ausblicke über den Saarpfalz-Kreis. Besonders der Kalbenberg ist von naturkundlicher Bedeutung: Das Naturschutzgebiet ist reich an Fossilien des Oberen Muschelkalks und Lebensraum seltener Pflanzen wie Küchenschelle und Orchideen. Auch zahlreiche Großschmetterlingsarten sind hier beheimatet.
Vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am Kalbenberg Kalkstein abgebaut. Über eine 2,8 Kilometer lange Drahtseilbahn gelangte das Gestein zum Kalkwerk nach Blickweiler. In den letzten Kriegsjahren dienten die Stollen den Bewohnern der Umgebung als Schutzräume.
Ballweiler wurde 1231 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht vermutlich auf einen fränkischen Sippenführer namens "Ballo" zurück. Historisch gilt Ballweiler als Tochtersiedlung des heute kleineren Stadtteils Wecklingen. Dort errichteten die Herren von Eltz um 1554/55 ein Schloss. Ihre Herrschaft war von Konflikten mit der Bevölkerung geprägt; 1560 soll das Schloss von aufgebrachten Bauern geplündert worden sein.
1659/60 erwarb die Familie von der Leyen Schloss und Besitzungen. Mit der Französischen Revolution endete jedoch die Geschichte des Schlosses: Es wurde 1793 abgetragen, die Baumaterialien versteigert. Ein erhaltenes Kapitell im Pfarrgarten von Ballweiler erinnert an den einstigen Bau. Eine privat errichtete Burganlage in Wecklingen greift die historische Tradition symbolisch auf. Am Ortseingang steht zudem eine über 100 Jahre alte Rosskastanie, ein prägendes Naturdenkmal.
Das Ortsbild von Ballweiler wird von der katholischen Pfarrkirche St. Joseph bestimmt. Der 1929 nach Plänen von Albert Boßlet errichtete Bau zeigt deutliche neobarocke Einflüsse. Die markante Turmhaube ist weithin sichtbar. Im Inneren beeindruckt die weite, tonnengewölbte Halle; besonders hervorzuheben ist die große Pietà (1931) des Blieskasteler Bildhauers Karl Riemann. Kriegsschäden wurden nach 1945 behoben, eine umfassende Renovierung erfolgte 1990/91.
Einwohner 754 und 184
Ballweiler liegt landschaftlich reizvoll in einer Mulde zwischen Hölschberg und Kalbenberg. Von beiden Anhöhen eröffnen sich weite Ausblicke über den Saarpfalz-Kreis. Besonders der Kalbenberg ist von naturkundlicher Bedeutung: Das Naturschutzgebiet ist reich an Fossilien des Oberen Muschelkalks und Lebensraum seltener Pflanzen wie Küchenschelle und Orchideen. Auch zahlreiche Großschmetterlingsarten sind hier beheimatet.
Vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am Kalbenberg Kalkstein abgebaut. Über eine 2,8 Kilometer lange Drahtseilbahn gelangte das Gestein zum Kalkwerk nach Blickweiler. In den letzten Kriegsjahren dienten die Stollen den Bewohnern der Umgebung als Schutzräume.
Ballweiler wurde 1231 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht vermutlich auf einen fränkischen Sippenführer namens "Ballo" zurück. Historisch gilt Ballweiler als Tochtersiedlung des heute kleineren Stadtteils Wecklingen. Dort errichteten die Herren von Eltz um 1554/55 ein Schloss. Ihre Herrschaft war von Konflikten mit der Bevölkerung geprägt; 1560 soll das Schloss von aufgebrachten Bauern geplündert worden sein.
1659/60 erwarb die Familie von der Leyen Schloss und Besitzungen. Mit der Französischen Revolution endete jedoch die Geschichte des Schlosses: Es wurde 1793 abgetragen, die Baumaterialien versteigert. Ein erhaltenes Kapitell im Pfarrgarten von Ballweiler erinnert an den einstigen Bau. Eine privat errichtete Burganlage in Wecklingen greift die historische Tradition symbolisch auf. Am Ortseingang steht zudem eine über 100 Jahre alte Rosskastanie, ein prägendes Naturdenkmal.
Das Ortsbild von Ballweiler wird von der katholischen Pfarrkirche St. Joseph bestimmt. Der 1929 nach Plänen von Albert Boßlet errichtete Bau zeigt deutliche neobarocke Einflüsse. Die markante Turmhaube ist weithin sichtbar. Im Inneren beeindruckt die weite, tonnengewölbte Halle; besonders hervorzuheben ist die große Pietà (1931) des Blieskasteler Bildhauers Karl Riemann. Kriegsschäden wurden nach 1945 behoben, eine umfassende Renovierung erfolgte 1990/91.