Höringhausen
Höringhausen
Höringhausen, an der nordöstlichen Gemarkungsgrenze zu Twistetal und Korbach gelegen, ist mit rund 1.100 Einwohner der drittgrößte Stadtteil der Nationalparkstadt Waldeck.
Seinen Namen soll der Ort, wie einer alten Dorfchronik zu entnehmen ist, durch den Hof des "Sachsen Horo" erhalten haben
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Höringhausen erfolgte unter dem Namen Hogerinchusen im Jahr 1264 in einer Urkunde des Klosters Bredelar. Noch heute geht die Legende um, dass der Fürst zu Waldeck Höringhausen bei einem Kartenspiel verloren haben soll. 1326 verpfändeten die Edelherren von Itter Vogtei, Gericht und Kirchenpatronat Höringhausen an die Waldecker Grafen. Höringhausen war in dieser Zeit ein größerer Ort mit Sitz eines Gerichts und einer Vogtei. Die Waldecker Grafen verpfändeten Höringhausen weiter an Arnold IV. Wolff von Gudenberg. Nachdem die Wolff von Gudenberg im 16. Jahrhundert ihre Pfandherrschaft über die Herrschaft Itter auf Druck der Grafen von Waldeck und der Landgrafen von Hessen endgültig aufgeben mussten, zogen sie sich auf ihre Güter in Höringhausen zurück. 1568 gab ihnen Landgraf Wilhelm V. das halbe Dorf Höringhausen als Mannlehen und erlaubte ihnen, den itterschen Löwen ihrem Wappen zuzufügen. Später besaßen sie das ganze Dorf Höringhausen.
Höringhausen blieb bis zur Auflösung des späteren Fürstentums Waldeck 1918 im Besitz der Landgrafen von Hessen. So war der Ort jahrhundertelang eine Enklave in Waldeck und hat so eine interessante Geschichte. Bis 1929 gehörte Höringhausen nicht zum Fürstentum Waldeck; die Gemarkungsgrenze war somit gleichzeitig auch Landesgrenze. Entlang der Grenze wurden 177 Grenzsteine gesetzt. Sie sind zum größten Teil noch heute vorhanden und stehen unter Denkmalschutz.
Heute kann man viele Dinge über die Höringhäuser Geschichte im Heimatmuseum in Erfahrung bringen. Die Mitglieder des Heimatmuseums Höringhausen haben liebevoll Zeugnisse aus Hof, Haus und Handwerk aufgearbeitet. Über die Vielfalt des historischen Handwerks in den heimischen Dörfern können sich Besucher in Stellmacherei, Schusterwerkstatt und Sattlerei informieren.
Naturfreunde können bei einem Waldspaziergang zwischen Höringhausen und Ober-Waroldern eines der größten Ameisenvorkommen Hessens bewundern.
Höringhausen, an der nordöstlichen Gemarkungsgrenze zu Twistetal und Korbach gelegen, ist mit rund 1.100 Einwohner der drittgrößte Stadtteil der Nationalparkstadt Waldeck.
Seinen Namen soll der Ort, wie einer alten Dorfchronik zu entnehmen ist, durch den Hof des "Sachsen Horo" erhalten haben
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Höringhausen erfolgte unter dem Namen Hogerinchusen im Jahr 1264 in einer Urkunde des Klosters Bredelar. Noch heute geht die Legende um, dass der Fürst zu Waldeck Höringhausen bei einem Kartenspiel verloren haben soll. 1326 verpfändeten die Edelherren von Itter Vogtei, Gericht und Kirchenpatronat Höringhausen an die Waldecker Grafen. Höringhausen war in dieser Zeit ein größerer Ort mit Sitz eines Gerichts und einer Vogtei. Die Waldecker Grafen verpfändeten Höringhausen weiter an Arnold IV. Wolff von Gudenberg. Nachdem die Wolff von Gudenberg im 16. Jahrhundert ihre Pfandherrschaft über die Herrschaft Itter auf Druck der Grafen von Waldeck und der Landgrafen von Hessen endgültig aufgeben mussten, zogen sie sich auf ihre Güter in Höringhausen zurück. 1568 gab ihnen Landgraf Wilhelm V. das halbe Dorf Höringhausen als Mannlehen und erlaubte ihnen, den itterschen Löwen ihrem Wappen zuzufügen. Später besaßen sie das ganze Dorf Höringhausen.
Höringhausen blieb bis zur Auflösung des späteren Fürstentums Waldeck 1918 im Besitz der Landgrafen von Hessen. So war der Ort jahrhundertelang eine Enklave in Waldeck und hat so eine interessante Geschichte. Bis 1929 gehörte Höringhausen nicht zum Fürstentum Waldeck; die Gemarkungsgrenze war somit gleichzeitig auch Landesgrenze. Entlang der Grenze wurden 177 Grenzsteine gesetzt. Sie sind zum größten Teil noch heute vorhanden und stehen unter Denkmalschutz.
Heute kann man viele Dinge über die Höringhäuser Geschichte im Heimatmuseum in Erfahrung bringen. Die Mitglieder des Heimatmuseums Höringhausen haben liebevoll Zeugnisse aus Hof, Haus und Handwerk aufgearbeitet. Über die Vielfalt des historischen Handwerks in den heimischen Dörfern können sich Besucher in Stellmacherei, Schusterwerkstatt und Sattlerei informieren.
Naturfreunde können bei einem Waldspaziergang zwischen Höringhausen und Ober-Waroldern eines der größten Ameisenvorkommen Hessens bewundern.