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Klimaanpassung:

Wie mache ich mein Haus zukunftsfit?

Der Klimawandel ist in auch in Rheinland-Pfalz spür- und messbar. Er hat Auswirkungen auf sämtliche Umwelt- und Gesellschaftsbereiche. Städte und Gemeinden sind dabei von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Bewältigung des Klimawandels.

Neben Klimaschutzmaßnahmen und der Vermeidung von Treibhausgasen werden geeignete Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels zu einer wichtigen Aufgabe, die sich auch die Stadt Worms stellt. Viele Vorkehrungen zur Vorsorge vor Starkregen und Hitze auch rund um das Gebäude werden immer wichtiger.

Internet: www.klak.worms.de

Wie stark wäre mein Haus vom Starkregen betroffen und wie kann ich mich schützen?

Strahlend blauer Himmel über Worms an einem warmen Sommertag. Kaum eine halbe Stunde später beginnt ein heftiger Platzregen. Nach kurzer Zeit strömen sturzflutartig Wassermassen durch die Wormser Stadtteile. Viel Zeit bleibt nicht, um sich und sein Hab und Gut ins Trockene zu retten. Wer an seinem Haus nicht vorgesorgt hat und ungünstig liegt, dem kann bei einem solchen Starkregenereignis schon mal der Keller volllaufen.

Durch den Klimawandel werden solche Extremwetterereignisse nicht nur häufiger, sondern auch intensiver auftreten. Um die Wormser Bürgerinnen und Bürger für die Folgen von Starkregenereignissen zu sensibilisieren und zur Eigenvorsorge zu motivieren, nahm die Stadt Worms am Modellprojekt "Regen // Sicher // Worms" des Umweltbundesamts teil, bei dem innovative, informelle Beteiligungsprozesse zur Starkregenvorsorge durchgeführt wurden. Ziel der Stadt Worms ist die wassersensible Stadtplanung nach dem Schwammstadt-Prinzip, damit das Wasser vor Ort gehalten wird, um bei starken Niederschlägen Überschwemmungen zu verhindern und bei Hitzeperioden vor Dürre zu schützen.

Für das Stadtgebiet von Worms liegen sogenannte Starkregenkarten vor. Darin sind Regenabflüsse an der Erdoberfläche bei einem definierten Regenereignis berechnet und grafisch dargestellt. Die Karten sind online einsehbar, damit sich alle Menschen über die eigene Betroffenheit und mögliche Auswirkungen von Starkregenereignissen informieren können. Wichtig neben der Eigenvorsorge ist auch die Vorsorge in Gemeinschaften, damit durch das Umleiten des Wassers die Gefährdung nicht an anderer Stelle höher wird, wie beim Nachbarn.

Auf der Webseite der Stadt Worms gibt es zudem eine Starkregen-Tatenbank. Dort finden Sie gute Beispiele aus der Praxis von Wormser Bürgerinnen und Bürgern im Bereich Starkregenvorsorge. Diese umfassen Maßnahmen zum Regenwasserrückhalt wie Entsiegelung, zum Schutz vor Oberflächenabfluss wie die Erhöhung von Bodenschwellen und Maßnahmen zum Schutz vor Rückstau aus dem Kanal wie die Installation einer Rückschlagklappe.

Internet: www.starkregen.worms.de

Dämmung, Hitzeschutz und Biodiversitäts-Hotspot in einem - Ist ein Gründach für mein Haus geeignet?

Begrünte Dächer leisten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Sie speichern Regenwasser, reduzieren den Oberflächenabfluss und entlasten so die öffentliche Kanalisation - was besonders bei Starkregen ein großer Vorteil ist. Durch die Verdunstung des gespeicherten Wassers wird die Umgebungsluft abgekühlt, was sich wiederum positiv auf das Mikroklima auswirkt, vor allem in dicht bebauten Stadtgebieten bei Hitze.

Neben diesen ökologischen Vorteilen profitieren auch die Gebäude selbst. Die Begrünung wirkt als natürlicher Wärme- und Kältepuffer und verbessert die Dämmung des Dachs. Das schützt die Dachhaut vor extremen Temperaturschwankungen und verlängert deren Lebensdauer. Gleichzeitig tragen begrünte Dächer zur Luftreinhaltung bei: Sie filtern Feinstaub und Schadstoffe aus der Luft und bieten Lebensraum für Insekten und Vögel. Auch finanziell lohnt sich ein Gründach - durch die Rückhaltung von Regenwasser kann die Niederschlagswassergebühr gesenkt werden.

Unterschieden wird zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung: Extensive Gründächer sind pflegearm und mit einer dünnen Substratschicht sowie niedrigwüchsigen Pflanzen wie Moos, Kräutern oder Gräsern versehen. Intensive Gründächer hingegen ermöglichen vielfältige Bepflanzungen bis hin zu Sträuchern, Bäumen und sogar Teichen, benötigen jedoch mehr Pflege und ein tragfähigeres Dach.

Ein besonderes System stellen sogenannte Retentionsdächer dar. Sie verfügen unterhalb der Begrünung über eine zusätzliche Speicherschicht, die Regenwasser zurückhält und gedrosselt ableitet. Dadurch wird der Abfluss bei Starkregen gezielt verzögert.

Wichtig bei der Planung sind die statische Tragfähigkeit des Dachs, die richtige Entwässerung, die Einhaltung des Brandschutzes und der Einsatz wurzelfester Materialien. Auch ist eine regelmäßige Pflege, wie die Kontrolle der Dachabdichtung und das Reinigen der Abläufe, unerlässlich. Extensive Gründächer kommen meist mit einem geringen Pflegeaufwand aus, während intensive Systeme eine kontinuierliche Betreuung benötigen.

Mit dem Gründachpotenzialkataster der Stadt Worms erhalten Sie gebäudescharfe Informationen über die Eignung von Dachflächen für eine Begrünungsmaßnahme, Hinweise zur Planung und Bau sowie wertvolle Hilfen für die weitere Umsetzung.

Dachbegrünungen bieten also sowohl funktionale als auch ökologische Vorteile - und verwandeln ungenutzte Flächen in kleine grüne Oasen mit großem Mehrwert für Stadt, Umwelt und Bewohnerinnen und Bewohner.

Ein erster Schritt, um zu schauen, ob Ihr Dach geeignet ist bietet das Gründachpotenzialkataster. Dort wird die Eignung der Dachfläche eines Gebäudes für eine Dachbegrünung visualisiert, denn dieses hängt u. a. von der Neigung ab. Mit dem Gründachkataster der Stadt Worms können Sie sich mit wenigen Klicks anzeigen lassen, ob die Dachfläche Ihres Gebäudes für eine Dachbegrünung geeignet ist und welche Vorteile Sie dadurch haben. Auch eine Kombination mit Photovoltaik ist möglich und in dem Tool visualisierbar.

Internet: www.gruendachkataster.worms.de

Wände, Fassaden und sonstige vertikale Flächen in Lebensräume umwandeln - Die Vorteile der Fassadenbegrünung

Die zunehmende Bodenversiegelung in urbanen Lebensräumen führt dazu, dass sich die Oberflächen immer stärker erwärmen. Besonders unangenehm und störend fällt dieser Effekt in den Sommermonaten auf, wenn die nächtliche Abkühlung ausbleibt. Grünflächen helfen durch ihre positiven Eigenschaften dem negativ wahrzunehmenden Effekt der Bodenversiegelung entgegenzuwirken.

Freie Fassaden bieten als ungenutzte und verfügbare Flächen großes Potenzial, begrünt zu werden. Eine Möglichkeit mehr Grün in urbane Lebensräume zu bringen, ist die Fassadenbegrünung. In der Welt der Pflanzen gibt es verschiedene Exemplare, die über die Zeit unterschiedliche Strategien entwickelt haben, um an Wänden emporwachsen zu können. Fassadenbegrünung ist eine Form der Bauwerksbegrünung und bedeutet planmäßigen und mindestens kontrollierten Bewuchs geeigneter oder speziell vorgerichteter Fassaden mit Pflanzen.

Die Begrünung von Fassaden, eröffnet eine Vielzahl von Vorteilen, die sich auf ökologischer, ökonomischer und ästhetischer Ebene entfalten. Einer der primären Umweltaspekte ist die Luftreinigung durch die Pflanzen, die Schadstoffe absorbieren und somit die Luftqualität verbessern. In Bezug auf die Energieeffizienz von Gebäuden fungiert die Begrünung als natürliche Wärmedämmung. Die Pflanzenschicht auf der Fassade reduziert den Wärmeverlust und trägt somit zur Verbesserung der energetischen Leistung bei.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schaffung eines angenehmen Mikroklimas rund um das Gebäude. Die Begrünung hilft, die Temperaturen zu regulieren, indem sie im Sommerwärme absorbiert und die Umgebung kühlt. Dies trägt nicht nur zum Komfort der Bewohnenden bei, sondern kann auch zu einer Reduzierung des Bedarfs an künstlicher Kühlung beitragen.
Die Fassadenbegrünung spielt ebenfalls eine Rolle in der nachhaltigen Bewirtschaftung von Regenwasser. Durch die Absorption von Regenwasser wird der Oberflächenabfluss reduziert, was dazu beisteuert, die Kanalisation zu entlasten und die Versickerung des Wassers zu fördern.
Ökologisch betrachtet schafft die Begrünung von Fassaden Lebensräume für Flora und Fauna, insbesondere für Insekten und Vögel. Dies fördert die städtische Biodiversität und unterstützt das ökologische Gleichgewicht.

Ästhetisch betrachtet trägt die Fassadenbegrünung zur Verschönerung von Gebäuden und städtischen Umgebungen bei. Die Möglichkeit, verschiedene Pflanzenarten und -muster zu verwenden, eröffnet kreative Gestaltungsmöglichkeiten, die den architektonischen Charakter betonen können. Zusätzlich zur ästhetischen und ökologischen Aufwertung kann die Fassadenbegrünung einen Beitrag zur Werterhöhung von Immobilien leisten. Nachhaltige Elemente werden zunehmend von Immobilienkäufern und -mietern geschätzt, was die Attraktivität von begrünten Gebäuden steigert. Insgesamt trägt eine gezielt gewählte Fassadenbegrünung dazu bei, eine nachhaltigere, lebensfreundlichere und ästhetisch ansprechendere städtische Umgebung zu schaffen.

Internet: www.fassadenbegruenung.worms.de

Wie kann ich auf meinem Grundstück das Regenwasser versickern?

Die naturnahe Versickerung von Regenwasser stellt eine zentrale Maßnahme dar, um den natürlichen Wasserkreislauf trotz zunehmender Versiegelung urbaner Flächen zu erhalten. Während früher nahezu das gesamte Niederschlagswasser über die Kanalisation abgeführt wurde, geht der heutige Trend in Richtung dezentraler Regenwasserbewirtschaftung. Das liegt nicht nur an den gestiegenen Anforderungen durch den Klimawandel - etwa durch häufigere Starkregenereignisse - sondern auch an der Erkenntnis, dass eine lokale Versickerung viele ökologische und ökonomische Vorteile mit sich bringt.

Wenn Regenwasser über befestigte Flächen wie Dächer, Höfe oder Straßen nicht mehr in den Boden gelangen kann, fehlt es dem Grundwasser an Nachschub. Gleichzeitig steigt der Oberflächenabfluss, der bei Starkregenereignissen schnell zu überlasteten Kanalsystemen und in der Folge zu Überflutungen führen kann.

Mit Versickerungsanlagen lässt sich dieser Problematik wirksam begegnen: Regenwasser wird direkt auf dem Grundstück aufgenommen, zwischengespeichert und kontrolliert in den Untergrund abgegeben. So werden natürliche Speicherprozesse unterstützt, die öffentliche Kanalisation entlastet und die Hochwasservorsorge gestärkt.

Ein weiterer Anreiz besteht in der finanziellen Entlastung: Wer das Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern lässt, kann von einer Reduzierung oder sogar vollständigen Befreiung von der Niederschlagswassergebühr profitieren. Das macht Versickerungsanlagen nicht nur zu einer ökologischen, sondern auch zu einer wirtschaftlich sinnvollen Investition.

Je nach Platzangebot, Nutzung und Bodenverhältnissen kommen verschiedene Arten von Versickerungsanlagen in Betracht: Die einfachste Variante ist die Flächenversickerung - hier wird Regenwasser ohne technische Hilfsmittel direkt auf geeignete Rasen- oder Grünflächen geleitet, wo es in den Boden eindringen kann. Diese Form ist besonders wartungsarm, erfordert jedoch größere Flächen. Kompakter, aber mit etwas mehr baulichem Aufwand verbunden, ist die Muldenversickerung.
Dabei wird das Wasser zunächst in einer bepflanzten Bodenmulde gesammelt und anschließend über die bewachsene Bodenzone versickert. Bei geringer Fläche oder schlechterem Boden kann zusätzlich eine Rigole unterhalb der Mulde angelegt werden - eine sogenannte Mulden-Rigolen-Versickerung - die zusätzliches Speichervolumen schafft und auch bei schlecht durchlässigen Böden eine Versickerung ermöglicht.

Wo kein Platz für oberirdische Lösungen vorhanden ist, können unterirdische Systeme wie Rigolen oder Versickerungsschächte eingesetzt werden. Rigolen bestehen aus einem mit Kies oder speziellen Kunststoffkörpern gefüllten unterirdischen Speicherraum, durch den das Wasser langsam in den Boden abgegeben wird.

Versickerungsschächte wiederum speichern das Wasser in einem senkrechten Schacht, der das Niederschlagswasser gezielt ableitet. Beide Systeme sind auch für überbaute Flächen geeignet, benötigen jedoch eine vorgeschaltete Behandlung des Regenwassers sowie regelmäßige Wartung.

Wichtig für jede Versickerungsanlage ist die Einhaltung bestimmter technischer und rechtlicher Voraussetzungen. So darf ausschließlich unbelastetes Niederschlagswasser versickert werden - also etwa von Dächern ohne Zink- oder Kupferanteile. Außerdem müssen die Bodenverhältnisse (z. B. Durchlässigkeit und Grundwasserflurabstand) vorab geprüft werden. In Schutzgebieten, etwa Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebieten, gelten besondere Vorgaben, die eine Versickerung teilweise ausschließen oder nur in Ausnahmefällen zulassen. Besonders unterirdische Versickerungsanlagen wie Schächte oder Rigolen sind häufig genehmigungspflichtig und müssen durch eine fachkundige Person geplant und bei der zuständigen Wasserbehörde beantragt werden.

Auch aus städtebaulicher Sicht bieten Versickerungsanlagen Potenziale: Begrünte Mulden können zur Aufwertung von Grünflächen beitragen, neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen und das Stadtklima positiv beeinflussen.

Oberirdische Systeme mit Verdunstungsanteil wirken zudem kühlend und verbessern die Luftqualität. Damit sind sie auch eine wertvolle Maßnahme zur Klimaanpassung in dicht besiedelten Räumen.

Insgesamt tragen Versickerungsanlagen in mehrfacher Hinsicht zur nachhaltigen Stadtentwicklung bei: Sie fördern die Grundwasserneubildung, reduzieren die Hochwassergefahr, entlasten die öffentliche Infrastruktur und unterstützen eine ökologische Gestaltung von Freiflächen - eine Investition in die Zukunft, die sich für Umwelt, Kommune und Eigentümer gleichermaßen lohnt.

Internet: www.versickerung.worms.de

Was bringt die Entsiegelung meines Hofs?

Die Entsiegelung befestigter Flächen ist ein wichtiger Schritt hin zu einer klimaangepassten und wassersensiblen Stadtgestaltung. Versiegelte Böden verhindern das Versickern von Regenwasser und blockieren so die natürliche Grundwasserneubildung. Durch das Entfernen von Asphalt, Pflaster oder Beton wird der Boden wieder durchlässig und kann Regenwasser aufnehmen und verdunsten lassen. Auf diese Weise wird der natürliche Wasserkreislauf gestärkt und die öffentliche Kanalisation entlastet, besonders bei starkem Niederschlag und Starkregen. Zudem verringert sich die Wärmeabstrahlung, was besonders an bei Hitze zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.
Zugleich entstehen neue, naturnahe Flächen, die als Lebensraum für Pflanzen und Tiere dienen, das Mikroklima verbessern und städtische Räume gestalterisch aufwerten. Entsiegelte Bereiche können begrünt werden; es ist aber auch eine Teilentsiegelung und mithilfe wasserdurchlässigen Untergrunds, wie Rasengittersteinen oder Porenpflaster möglich. Damit ist Entsiegelung eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme für mehr Umweltqualität und nachhaltigen Umgang mit Regenwasser.

Internet: www.entsiegelung.worms.de

Regenwassernutzung mit Zisternen - nachhaltig, praktisch, kostensparend

Die Nutzung von Regenwasser in Zisternen bietet eine umweltfreundliche und zugleich wirtschaftliche Alternative zur herkömmlichen Trinkwasserversorgung. Regenwasser, das auf Dachflächen gesammelt wird, kann gespeichert und anschließend für verschiedene Zwecke genutzt werden - etwa zur Gartenbewässerung, für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder als Reinigungswasser. Dadurch wird wertvolles Trinkwasser eingespart, was nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont.

Zisternen bestehen in der Regel aus Beton oder Kunststoff und werden unterirdisch eingebaut. Über die Fallrohre der Dachentwässerung gelangt das Regenwasser in einen Vorfilter, der grobe Verschmutzungen wie Laub oder Moos zurückhält. Anschließend fließt das Wasser ruhig in den Speicher, wo sich feine Sedimente am Boden absetzen. Bei Bedarf wird das gespeicherte Wasser über eine Pumpe entnommen. Für die Nutzung im Haushalt ist allerdings ein separates Leitungssystem notwendig, was vor allem im Neubau sinnvoll umsetzbar ist.
Neben der Einsparung von Trinkwasser entlasten Zisternen auch die Kanalisation, insbesondere bei Starkregen. Ist die Zisterne voll, wird das überschüssige Wasser gedrosselt an die Kanalisation oder über eine Versickerungsanlage abgegeben. Dadurch wird das öffentliche Entwässerungssystem weniger belastet und Überflutungen können reduziert werden. Zusätzlich kann sich durch den Rückhalt von Regenwasser auch die Niederschlagswassergebühr verringern, wenn zuvor ein Anschluss an die Kanalisation bestand.

Wichtig ist, dass nur geeignete Dachflächen genutzt werden. Bei Dächern aus Kupfer, Zink oder Bitumen können Schadstoffe ins Wasser gelangen. Ebenso sollten Filter regelmäßig gewartet und die Zisterne lichtdicht sowie sauber gehalten werden, um eine gute Wasserqualität sicherzustellen. Die Größe des Speichers richtet sich nach der angeschlossenen Dachfläche; als Faustregel gelten etwa 25 - 30l Speichervolumen pro m2.

Zisternen sind ein effektives Mittel, um einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Starkregenvorsorge zu leisten - selbst im kleinen Maßstab. Sie verbinden ökologische Verantwortung mit praktischem Nutzen im Alltag.

Internet: www.regenwassernutzung.worms.de